Anis

(bot. Pimpinella anisum)

Anis

Vorkommen/Verbreitung
Ursprünglich Mittelmeerraum (östlich), heute weltweit (gemäßigtes Klima), aber hauptsächlich Südrussland. Bevorzugt helle, feuchte Standorte

Beschreibung
Runder Stängel, bis 50 cm hoch. Verzweigt sich oben und bildet Blütendolden mit 7- bis 15-strahligen weißen Blüten (5-blättrig). Eiförmige braungrüne Früchte, ca. 5 mm lang mit typischem Geruch.

Historie
Schon im Mittelalter wurde Anis kultiviert und in der Gegend um Thüringen/Sachsen-Anhalt angebaut. In Norddeutschland war der Aniskringel eine Erntedank- und Hochzeitsspeise, die ins süße Bier gebrockt wurde. Anis wurde auch dazu verwendet, Tauben an ihren neuen Schlag zu gewöhnen.

Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl, Flavonoide, Cumarine

Wirkung
Entkrampfend (spasmolytisch, bei Blähungen/Völlegefühl), schleimlösend (mucolytisch, bei Atemwegserkrankungen), milchbildend (Stilltee mit Kümmel und Fenchel)

Verwendeter Pflanzenteil
Anisfrüchte: aus ihnen wird das ätherische Öl gewonnen