Artischocke

(bot. Cynara scolymus)

Artischocke

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich vermutlich Äthiopien, inzwischen vor allem in Mittelmeerländern

Beschreibung  
Artischocken gehören zu den Korbblütlern (Asteraceae). Am Boden wächst zunächst eine sogenannte Blattrosette (Grundblätter), erst danach bildet die distelartige Pflanze verzweigte Stängel, die eine Höhe von 1,50 bis 2 m erreichen. Die violetten Blüten der Artischocke sind körbchenförmig, die Blätter auf der Oberseite glatt, auf der Unterseite behaart.

Historie
Die Artischocke war bereits im alten Ägypten als Arzneipflanze und wohltuendes Gemüse bekannt. Auch in Persien wurde sie schon um 1.000 n. Chr. verwendet: die Artischocke fand Anwendung zur Harnreinigung (Entwässerung), bei Achselgeruch, Schwellungen und Geschwüren. In Deutschland wird die Pflanze dagegen erst im 16. Jahrhundert erwähnt, verwendet wurde sie u.a. zur Steigerung der Libido und zur Entwässerung. Wirkliche Bedeutung als Heilpflanze gewann sie allerdings erst in den 1970iger Jahren. 

Inhaltsstoffe
Kaffeesäurederivate, Bitterstoffe, Flavonoide, Sesquiterpenlactone Wirkung   Verdauungsfördernd, leberschützend und cholesterinsenkend

Verwendeter Pflanzenteil
Arzneilich genutzt werden ausschließlich die Grundblätter