Brennnessel

(bot. Urtica dioica/Urtica urens)

Brennnessel

Vorkommen/Verbreitung  
Eurasien, Nordafrika, Nordamerika, Polynesien und Südamerika

Beschreibung  
Die Pflanze, die zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) gehört, erreicht eine Höhe von bis zu 3 m. Der aufrechte, kantige Stängel sowie die Blätter sind mit so genannten Brennhaaren besetzt, die das charakteristische Brennen verursachen. Die Blätter sind grob gesägt, matt, dunkelgrün, mit Haaren auf der Unterseite. Die Blüten sind unscheinbar grünlich oder bräunlich.

Historie  
Die Pflanze ist bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. So ließen sich Menschen im Mittelalter mit der Brennnessel auspeitschen, um Rheuma und Gelenkprobleme zu behandeln („Nesselpeitschen“). Ebenso wurde der Pflanze eine kräftigende, harntreibende, blutreinigende, hustenlindernde und blutungshemmende Wirkung zugeschrieben.

Inhaltsstoffe  
Flavonoide, organische Säuren, ätherisches Öl, Vitamine C, B und K sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Kieselsäure, Phytohormone

Wirkung  
Harntreibend und entzündungshemmend (antiphlogistisch). Zubereitungen aus Brennnesseln werden daher vor allem gegen Blasenentzündungen eingesetzt, finden aber auch gegen rheumatische Beschwerden Verwendung. Ein weiteres Einsatzgebiet sind gutartige Prostatavergrößerungen.

Verwendeter Pflanzenteil  
Blätter und Blüten (Blasenentzündung, rheumatische Beschwerden), Wurzel (Prostatavergrößerungen)