Eisenkraut

(bot. Verbena officinalis)

Eisenkraut

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich wahrscheinlich Nordafrika und der Mittelmeerraum, inzwischen nahezu weltweit.

Beschreibung  
Gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Das Eisenkraut erreicht eine Wuchshöhe von etwa 75 cm, der Stängel ist aufrecht wachsend, die Blätter gegenständig. Die kleinen Blüten sind blasslila gefärbt und sitzen in dünnen Ähren.

Historie  
Eisenkraut wird schon lange als Heilpflanze verwendet, so wurde die Pflanze in der Antike gegen Geschwüre und schlecht heilende Wunden eingesetzt. Die Anwendung beschränkte sich allerdings lange auf den äußeren Bereich, innerlich fand es erst ab dem Mittelalter Verwendung bei Entzündungen im Mund- oder Rachenraum. Auch Tempel wurden mit Eisenkraut gereinigt, außerdem war die Pflanze Bestandteil von Opferzeremonien.

Inhaltsstoffe  
Iridoide, Flavonoide, Kaffeesäurederivate

Wirkung  
Schleimlösend (mucolytisch), antibakteriell, entzündungshemmend (antiphlogistisch), krampflösend (spasmolytisch). Heutzutage wird Eisenkraut kaum noch schulmedizinisch verwendet, da seine Wirkung nicht bewiesen ist. In der Volksheilkunde dagegen kommt Eisenkraut häufig zum Einsatz, so z.B. bei schlecht heilenden Wunden oder Husten.

Verwendeter Pflanzenteil  
Blühende, oberirdische Teile (Kraut)