Gänsefingerkraut

(bot. Potentilla anserina)

Gänsefingerkraut

Vorkommen/Verbreitung  
Kältere Regionen der nördlichen Halbkugel

Beschreibung  
Das Gänsefingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Pflanze breitet sich kriechend über den Boden aus, wobei das Kraut zwischen 10 und 80 cm lang wird. In regelmäßigen Abständen bildet die Pflanze Knoten, aus denen sich Wurzeln entwickeln. An den Knoten wachsen auch die gelben Blüten. Die Blätter sind auf der Unterseite mit silbrigen oder weißen, glänzenden Haaren besetzt, die Blattoberseite ist saftig grün und unbehaart. Die Blattränder sind gesägt.

Historie  
In den Kräuterschriften der Antike finden sich keine Angaben über das Gänsefingerkraut. Allerdings wurde die Pflanze vermutlich schon sehr lange in der germanischen Heilkunde verwendet. Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wird das Kraut im 16. Jahrhundert, verwendet wurde es damals bei Krämpfen und Blähungen. Pfarrer Kneipp empfahl das Gänsefingerkraut dagegen zur Behandlung von Muskelschmerzen.

Inhaltsstoffe  
Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarine

Wirkung  
Gegen leichte Durchfallerkrankungen und als Gurgellösung bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.

Verwendeter Pflanzenteil  
Die gesamte Pflanze (Kraut) mit Ausnahme der Wurzel