Ginkgo

(bot. Ginkgo biloba)

Ginkgo

Vorkommen/Verbreitung  
China und Japan, als Kulturpflanze auch in Europa

Beschreibung  
Ginkgo gehört zu den Ginkgogewächsen (Ginkgoaceae). Der Baum erreicht eine Höhe von bis zu 40 m. Typisch sind die fächerförmigen Blätter, die eine mittige Kerbung besitzen. Ginkgo ist zweihäusig, was bedeutet, dass sich die kätzchenförmigen Blüten (männlich) und die Samenanlagen (weiblich) auf verschiedenen Pflanzen befinden.
Obwohl der Ginkgobaum im Herbst die Blätter abwirft, gehört er aufgrund der Beschaffenheit der Samen nicht zu den Laub- sondern zu den Nadelbäumen.

Historie  
Es wird angenommen, dass der Ginkgo schon seit über 250 Millionen Jahren auf der Erde existiert. Er gilt daher als „lebendes Fossil“. In China ist Ginkgo ein traditionelles Arzneimittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wobei neben den Blättern auch die Samen und Wurzeln verwendet werden. Die Samen sollen u.a. bei Husten, Asthma, Tuberkulose sowie Blasen- und Harnwegsentzündungen helfen, die Wurzel gegen Menstruationsbeschwerden oder Blähungen. In Deutschland spielt Ginkgo dagegen traditionell keine Rolle als Heilpflanze.

Inhaltsstoffe  
Diterpene, Sesquiterpene, Flavonoide

Wirkung  
„Gefäß-Aktivator“, d.h. Ginkgo wirkt durchblutungsfördernd, stabilisiert die Zellmembranen und soll gegen freie Radikale wirken. Angewendet wird Ginkgo vor allem bei Gedächtnisproblemen sowie Altersdemenz und Alzheimer.

Verwendeter Pflanzenteil  
Blätter