Hopfen

(bot. Humulus lupulus)

Hopfen

Vorkommen/Verbreitung  
Gemäßigte Gebiete Europas und Asiens

Beschreibung  
Hopfen gehört zu den Hanfgewächsen (Cannabaceae). Die Kletterpflanze erreicht eine Länge von bis zu 12 Metern, wobei sich die Triebe stets rechts herum winden. Die Pflanze besitzt hakige Kletterhaare, die dunkelgrünen Blätter sind langgestielt. Hopfen ist zweihäusig, was bedeutet, dass sich männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen befinden. Die männlichen Blüten stehen in lockeren, rispenartigen Blütenständen, die weiblichen dagegen bilden die so genannten Hopfenzapfen. Medizinische Verwendung finden ausschließlich die weiblichen Hopfenzapfen.

Historie  
In Deutschland wird Hopfen seit dem 8. oder 9. Jahrhundert angebaut. Der Pflanze wird eine lusthemmende (anaphrodisierende) Eigenschaft nachgesagt, daher wurde Hopfen vor allem in Klöstern verwendet. Außerdem wurde Hopfen während dieser Zeit als Heilpflanze entdeckt: die Pflanze sollte Leber- und Gallenbeschwerden lindern. Als Schlaf- und Nervenmittel ist Hopfen dagegen erst seit dem 18. Jahrhundert bekannt.

Inhaltsstoffe  
Bitterstoffe, ätherische Öle, Harze, Gerbstoffe, Flavonoide

Wirkung  
Beruhigend, angstlösend (anxiolytisch) und schlaffördernd

Verwendeter Pflanzenteil  
Hopfenzapfen, d.h. die weiblichen Blüten