Isländisches Moos

(bot. Cetraria islandica)

Isländisches Moos

Vorkommen/Verbreitung  
In arktischen Gebieten und gebirgigen Regionen. Dort wächst die Pflanze an Waldrändern, auf Lichtungen, mageren Wiesen sowie in Mooren und an Berghängen.

Beschreibung  
Entgegen dem deutschen Namen handelt es sich bei der Pflanze nicht um ein Moos, sondern um eine Flechte. Als Flechte wird eine Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz und einem Photosynthese betreibenden Partner bezeichnet. Das Grundgerüst des isländischen Mooses ist ein Pilz, auf dem sich Algen befinden. Die Flechte wird ca. 2 bis 12 cm hoch und bildet blattähnliche Triebe, die gekrümmt oder eingerollt sind. Auf der Oberseite sind diese Triebe braun bis braungrün, auf der Unterseite dagegen weiß-grün.

Historie  
Vor allem während Dürreperioden wurde das isländische Moos als Getreideersatz verwendet. Medizinisch wurde es gegen Atemwegserkrankungen (innerlich) und bei Wunden (äußerlich) verwendet.

Inhaltsstoffe  
Zucker (langkettige Zuckermoleküle, die Schleim bilden), Flechtensäuren

Wirkung  
Die schleimbildenden Zuckerstoffe legen sich wie eine Art Schutzschicht über die Schleimhäute in Mund, Rachen und Magen. Daher wirkt isländisches Moos gegen Halsschmerzen, Heiserkeit und Reizhusten sowie gegen eine entzündete Magenschleimhaut.

Verwendeter Pflanzenteil  
Flechtenkörper