Johanniskraut

(bot. Hypericum perforatum)

Johanniskraut

Vorkommen/Verbreitung  
Europa und Westasien

Beschreibung  
Die Pflanze gehört zu den Johanniskrautgewächsen (Hypericaceae). Johanniskraut kann bis zu einem Meter hoch werden und treibt Stängel aus, die sich im oberen Teil verzweigen. Die Blätter haben zahlreiche Drüsen auf der Oberfläche und wirken im durchscheinenden Licht perforiert. Die goldgelben Blüten bilden traubig zusammengesetzte Trugdolden. Zerreibt man die Blüten zwischen den Fingern, werden die Finger „blutig“, denn die verletzten Blüten geben eine rote Flüssigkeit ab.

Historie  
Johanniskraut wird bereits seit Tausenden von Jahren äußerlich zur Wundheilung, bei Hexenschüssen, Gicht oder Rheuma eingesetzt. Im späten Mittelalter wurde die Pflanze auch gegen Angst und Stimmungsschwankungen verwendet. Auch außerhalb der Medizin hatte und hat Johanniskraut große Bedeutung: So tanzten die Menschen früher geschmückt mit Kränzen aus Johanniskraut um das Sonnwendfeuer. Die Kränze wurden anschließend verbrannt oder über das Hausdach geworfen, um eine schützende Wirkung vor Hexen und böser Zauberei zu entfalten. Auch heute noch besitzt Johanniskraut eine rituelle Bedeutung im Bereich Glück und Segen.

Inhaltsstoffe  
Ätherisches Öl, Flavone und Gerbstoffe

Wirkung  
Stimmungsaufhellend, löst Angstzustände, hilft gegen depressive Verstimmungen

Verwendeter Pflanzenteil  
Die gesamte Pflanze mit Ausnahme der Wurzel (Kraut)