Liebstöckel

(bot. Levisticum officinale)

Liebstöckel

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich Asien, Orient und Westeuropa. Inzwischen auch im gesamten Europa und Nordamerika zu finden.

Beschreibung  
Liebstöckel gehört zu den Doldenblütengewächsen (Apiaceae). Die Pflanze wird 1 bis 2 m hoch, wobei sich der hohle, aufrecht wachsende Stängel in der oberen Hälfte verzweigt. Die zwei- bis dreifach gefiederten Blätter sind besonders im unteren Stängelabschnitt lang gestielt. Die unscheinbaren gelblich-grünen Blüten stehen in Doppeldolden. Liebstöckel verfügt über einen mehrköpfigen, verzweigten Wurzelstock mit langen, fingerdicken Wurzeln.

Historie  
Obwohl ursprünglich aus Asien, gibt es Hinweise, dass Liebstöckel bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. in Italien zu finden war. Hierzulande scheinen die Benediktiner Liebstöckel eingeführt zu haben. Karl der Große ließ sie in seine Landgüterverordnung aufnehmen, um ihren Anbau zu sichern. Auch Hildegard von Bingen erwähnt Liebstöckel in ihrer Schrift „Physica“.

Inhaltsstoffe  
Ätherische Öle, Hydroxycumarine, Furuanocumarine, Polyine, Vitamin C

Wirkung  
Entwässernd, daher Einsatz bei Harnwegsentzündungen sowie zur Vorbeugung bei Nierengries.

Verwendeter Pflanzenteil  
Wurzeln und Wurzelstöcke    

Besonderheiten 
Geruch und Geschmack der Pflanze sind sellerieähnlich und erinnern an Maggi. Die Pflanze wird im Volksmund deshalb auch „Maggikraut“ genannt. Der Hautkontakt mit der frischen Pflanze kann in Kombination mit Sonnenlicht zu Ausschlag führen.