Maiglöckchen

(bot. Convallaria majalis)

Maiglöckchen

Produkte, die diese Heilpflanze enthalten:

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich aus Europa, inzwischen auch in Amerika und Asien

Beschreibung  
Das Maiglöckchen gehört zu den Liliengewächsen (Liliaceae). Die Pflanze wird 10 bis 15 cm groß, hat dunkelgrüne Blätter und glockenförmige, duftende Blüten, die vorwiegend einseitige Trauben bilden. Aus den Blüten bilden sich rote, kugelige Beeren. Maiglöckchen haben einen weit verzweigten, dünnen Wurzelstock.

Historie  
Vermutlich war die giftige Wirkung des Maiglöckchens schon in der Antike und im frühen Mittelalter bekannt. Ab dem 15. Jahrhundert finden sich Aufzeichnungen über die medizinische Anwendung der Pflanze. Verwendet wurde das Maiglöckchen bei Herzleiden, sowie bei Schlaganfällen und Epilepsie. Etwa um 1850 gelang es Forschern, die wirksamen Inhaltsstoffe zu identifizieren. Da die Konzentration der Inhaltsstoffe allerdings extrem vom Standort der Pflanze abhängt, war die Dosierung schwierig und es kam häufig zu Vergiftungen. Die heute erhältlichen Fertigarzneimittel dagegen enthalten immer den gleichen Wirkstoffanteil und sind daher bei korrektem Einsatz vollkommen unbedenklich.

Inhaltsstoffe  
Steroidglykoside

Wirkung  
Herzstärkend, leicht entwässernd

Verwendeter Pflanzenteil
Der gesamte oberirdische Teil der Pflanze (Kraut)    

Besonderheiten
Wie schon beschrieben, ist das Maiglöckchen eine Giftpflanze. Problematisch ist die Ähnlichkeit der Pflanze mit dem beliebten Bärlauch, der häufig als Salat- und Gewürzpflanze gesammelt wird. Nicht selten kommt es daher zu gefährlichen Verwechslungen der beiden Pflanzen.