Melisse

(bot. Melissa officinalis)

Melisse

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum, inzwischen aber in auch in Mittel-, Süd- und Osteuropa.

Beschreibung  
Die Melisse gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae). Die zitrusartig duftende Pflanze wird zwischen 60 und 80 cm hoch, besitzt einen vierkantigen Stängel und eiförmige, gegenständig angeordnete Blätter, die grob gesägt sind. Die weißen bis gelblichen, manchmal auch bläulichen Blüten sitzen in den Blattachseln.

Historie  
Schon vor etwa 2.000 Jahren wurde Melisse im Orient und rund ums Mittelmeer gegen Herzbeschwerden, Traurigkeit und bei Frauenkrankheiten eingesetzt. Auch in Deutschland hat die Melisse eine lange Tradition als Arzneipflanze: im Mittelalter musste die Pflanze in jedem Klostergarten angebaut werden, weil sie als extrem wertvolle Heilpflanze galt. Das ätherische Öl in den Blättern wurde dagegen erst im 19. Jahrhundert entdeckt. 

Inhaltsstoffe  
Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide

Wirkung  
Beruhigend, angstlösend (anxiolytisch), außerdem entspannend auf die Muskulatur im Darm und wirksam gegen Herpes-simplex-Viren. Melisse wird daher als leichtes Beruhigungsmittel – meist in Kombination mit Baldrian oder Hopfen – eingesetzt, gegen Blähungen und bei Lippenherpes.

Verwendeter Pflanzenteil  
Blätter