Mönchspfeffer

(bot. Vitex agnus-castus)

Mönchspfeffer

Vorkommen/Verbreitung  
Gesamter Mittelmeerraum bis Westasien

Beschreibung  
Mönchspfeffer gehört zu den Eisenkrautgewächsen (Verbenaceae). Die Pflanze ist in der Regel ein Strauch, selten ein Baum, die eine Höhe von 3 bis 5 m erreicht. Mönchspfeffer hat einen vierkantigen Stängel und besitzt langgestielte, fingerförmig geteilte Blätter, die auf der Unterseite behaart sind. Die blau bis rosa gefärbten Blüten duften salbeiartig. Aus den Blüten entwickeln sich runde bis längliche Früchte.

Historie  
Bereits in der Antike wurde die Pflanze gegen Menstruationsbeschwerden verwendet. Im Altertum war Mönchspfeffer ein Sinnbild der Keuschheit, woher auch der volkstümliche Name der Pflanze „Keuschlamm“ stammt. Mönche und Nonnen verwendeten die Früchte, um ihre Lust zu mindern.

Inhaltsstoffe  
Ätherisches Öl, Iridoidglykoside, Diterpene, Flavonoide, Gerbstoffe

Wirkung  
Die Pflanze wirkt auf das Hormonsystem; sie wird daher zur Behandlung von Regelbeschwerden, prämenstruellen Beschwerden und Schmerzen in der Brust (Mastodynie) eingesetzt. Auch gegen Wechseljahresbeschwerden wird die Pflanze verwendet.

Verwendeter Pflanzenteil  
Früchte