Myrrhenbaum

(bot. Commiphora molmol Engl.)

Myrrhenbaum

Vorkommen/Verbreitung  
Östliches Mittelmeergebiet, Äthiopien, Jemen, Somalia, Sudan

Beschreibung  
Der Myrrhenbaum gehört zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae). Die Pflanze wird bis zu 3 m hoch, ist dornig und stark verzweigt. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, die gelbroten Blüten treten rispenartig auf. Der Myrrhenbaum hat Sekretbehälter, in denen sich ein Gummiharz befindet. Wird der Baum verletzt, wird das Harz freigesetzt und erstarrt an der Luft.

Historie  
Myrrhe wird bereits in der Bibel erwähnt: das Harz ist ein Geschenk der Heiligen drei Könige an das Jesuskind. Bis heute findet Myrrhe Verwendung in christlichen Ritualen. Auch im alten Ägypten wurde Myrrhe benutzt, hier allerdings bei der Einbalsamierung der Toten. Buddhismus und tibetische Medizin sind ebenfalls fest mit der Myrrhe verbunden: so werden damit boshafte Erdgeister vertrieben sowie Entzündungen und Infektionen behandelt. In der indischen Medizin (Ayurveda) und im Hinduismus kommt Myrrhe eine entscheidende Bedeutung als Ritualpflanze, aber auch als Arzneimittel zu.  

Inhaltsstoffe  
Harz, ätherische Öle, Proteine, Kohlenhydrate

Wirkung  
Zusammenziehend (adstringierend), entzündungshemmend (antiphlogistisch), desodorierend, schmerzstillend (analgetisch), wundheilungsfördernd. Myrrhe wird zur Behandlung von Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches eingesetzt.

Verwendeter Pflanzenteil  
Gummiharz