Nachtkerze

(bot. Oenothera biennis)

Nachtkerze

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich in Nordamerika, inzwischen auch in Europa sowie zum Teil in Vorder- und Westasien.

Beschreibung  
Die Nachtkerze gehört zu den Nachtkerzengewächsen (Onagraceae). Die Pflanze treibt im ersten Jahr nur eine Blattrosette aus, erst im zweiten Jahr wächst der ein bis zwei Meter hohe, kantige Stängel. Die unteren Blätter sind eiförmig und gezähnt oder nahezu ganzrandig. Die oberen Blätter der Nachtkerze sind meist kurz gestielt und deutlich kleiner als die Grundblätter. Die leuchtend gelben Blüten bilden einen traubenförmigen Blütenstand. Aus den Blüten entwickeln sich Früchte, in deren Innerem sich rundliche Samen befinden.

Historie  
Schon bei den Ureinwohnern Nordamerikas wurde die Nachtkerze als Heilpflanze bei Hautproblemen verwendet. Nach Europa kam die Pflanze im 17. Jahrhundert, damals diente sie hauptsächlich als Gemüsepflanze. Erst in jüngerer Zeit findet die Pflanze auch bei uns medizinische Verwendung.

Inhaltsstoffe  
Fette Öle (Omega-6-Fettsäuren)

Wirkung  
Viele Ernährungsexperten empfehlen Nachtkerzenöl zur Vorbeugung von Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Außerdem wird es zur Behandlung der Neurodermitis verwendet. Wissenschaftlich nachgewiesen ist die Wirksamkeit von Nachtkerzenöl allerdings nicht.

Verwendeter Pflanzenteil  
Samen    

Besonderheiten 
Die Blüten öffnen sich erst gegen Abend und werden von Nachtfaltern bestäubt.