Odermennig

(bot. Agrimonia eupatoria)

Odermennig

Vorkommen/Verbreitung  
Nord- und Mitteleuropa, Westasien, Nordamerika

Beschreibung  
Odermennig gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Pflanze wird ca. 30 bis 100 cm hoch und besitzt einen wenig verzweigten, behaarten Stängel. Die unteren Blätter stehen rosettig, sind am Rand grob gezähnt und unpaarig gefiedert. Die gelben Blüten sitzen an stängelartigen Ähren, die Früchte sind stachelig und klettenähnlich.

Historie  
Schon die alten Ägypter nutzen Odermennig als Heilpflanze bei Augenkrankheiten. Griechische Ärzte dagegen verwendeten die Pflanze als Reinigungsmittel bei Leberkrankheiten. Im Mittelalter wurde Odermennig bei einer Vielzahl von Erkrankungen wie z. B. Bauchschmerzen, Geschwüre oder Insektenstiche angewendet.

Inhaltsstoffe  
Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle, Phenolcarbonsäuren

Wirkung  
Zusammenziehend (adstringierend), daher Anwendung bei leichtem Durchfall, leichtem Juckreiz, Hämorrhoiden sowie Entzündungen in Mund- und Rachenraum.

Verwendeter Pflanzenteil  
Die gesamte Pflanze mit Ausnahme der Wurzel (Kraut).