Olivenbaum

(bot. Olea europea)

Olivenbaum

Vorkommen/Verbreitung   
Mittelmeerraum

Beschreibung   
Der auch Echter Ölbaum genannte Olivenbaum gehört zu den Ölbaumgewächsen (Oleaceae). Der immergrüne Baum wächst langsam und erreicht eine Höhe von bis zu 15 m. Olivenbäume können mehrere hundert Jahre alt werden, einige Bäume sollen sogar ein Alter von bis zu 2.000 Jahren haben. Der Stamm ist kräftig und knorrig, die gegenständigen, länglichen Blätter sind oben dunkelgrün, auf der Unterseite dagegen silbrig. Aus den gelben oder weißen Blüten bilden sich die Früchte (Oliven). Im unreifen Zustand sind diese grün, reife Früchte dagegen sind schwarz oder violett/braun.

Historie   
Der Olivenbaum wird bereits seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. genutzt. Erwähnung findet er sowohl in der Bibel, als auch im Koran und bei Homer. Der Baum galt als Symbol für Frieden, Güte und Reinheit, sein Öl war wichtiges Grundnahrungsmittel im Nahen Osten. Zu Homers Zeiten wurde Olivenöl zum Salben des Körpers benutzt, wobei die Verwendung den wohlhabenden Griechen vorbehalten war. Ein Kranz aus Ölzweigen galt, ebenso wie später in Italien, als höchste Auszeichnung im Verdienst um das Vaterland sowie als höchster Siegpreis bei den olympischen Spielen. Auch bei den alten Ägyptern wurde der Olivenbaum genutzt, so fanden sich Blätter im Grab von Tutanchamun.

Inhaltsstoffe   
Iridoide, Flavonoide, Chalkone (Blätter), im Öl vor allem Glyceride der Ölsäure, der Palmitin- und der Linolsäure, Tocopherole, Sitosterole 

Wirkung   
Blutdrucksenkend, gegen Arteriosklerose, Rheuma, Gicht oder Diabetes. Die Wirkungen konnten bislang jedoch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Anwendung findet das Öl auch als Träger für Arzneien in öligen Lösungen, Salben oder Hautpflegemitteln.

Verwendeter Pflanzenteil   
Blätter, Öl