Passionsblume

(bot. Passiflora incarnata)

Passionsblume

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich Mittel-, Nord- und Südamerika. Als Kulturpflanze auch in Indien.        

Beschreibung  
Die Pflanze gehört zur Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae). Die Passionsblume ist eine Kletterpflanze, die eine Länge von bis zu zehn Metern erreichen kann. Der Stängel ist teilweise verholzt und besitzt wechselständig gestielte und tief gelappte Blätter. In den Blattachseln bilden sich Ranken aus. Auch die lang gestielten Blüten sitzen in diesen Blattachseln. Sie werden etwa drei bis fünf Zentimeter groß und können weiß, rot oder violett gefärbt sein. In der Blumenkrone befindet sich eine so genannte Nebenkrone, die eine purpurrote Farbe hat. In deren Mitte wachsen drei große Blütennarben. Aus den Blüten entwickeln sich gelbliche beerenartige Früchte.

Historie  
Die Passionsblume ist das Sinnbild für die Leiden Christi. Dabei stehen die drei Blütennarben für Nägel, die purpurrote Nebenkrone symbolisiert die Dornenkrone und die fünf Staubblätter stehen für die Wundmale. Die Mayas und Azteken setzten die Passionsblume bereits seit Urzeiten als Heilpflanze ein. So verwendeten sie die Pflanze gegen Angst, Nervosität und Einschlafschwierigkeiten. Schriftliche Erwähnung findet die Pflanze erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts in einem Kräuterbuch der Azteken. Demnach wurden auch Knochenbrüche und Prellungen mit der Passionsblume behandelt.
In Europa fand die Passionsblume ihren Weg in die Medizin dagegen erst Mitte des letzten Jahrhunderts: seitdem wird sie bei nervöser Unruhe angewendet.

Inhaltsstoffe  
Flavonoide, Zucker, Glykoproteine, ätherisches Öl

Wirkung  
Angstlösend (anxiolytisch) und beruhigend

Verwendeter Pflanzenteil  
Die gesamte Pflanze mit Ausnahme der Wurzel (Kraut)