Pestwurz

(bot. Petasites hybridus)

Pestwurz

Vorkommen/Verbreitung  
Europa sowie Nord- bzw. Westasien

Beschreibung  
Pestwurz gehört zu den Korbblütengewächsen (Asteraceae). Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 100 cm. Sie besitzt einen fleischigen Stängel, an dem langgestielte, rundlich-herzförmige Blätter wachsen. Mit einem Durchmesser von bis zu 90 cm zählen ihre Blätter zu den größten der einheimischen Flora. Die purpurfarbenen, seltener weißen Blüten wachsen bei dieser Pflanze früh im Jahr (März bis Mai), die Blätter entwickeln sich erst zum Ende der Blütezeit. Die Blüten wachsen traubenförmig und bilden den typischen Pestwurz-Kolben.

Historie  
Die Pestwurz galt über Jahrtausende als wertvolle Heilpflanze gegen Geschwüre und schlecht heilende Wunden. Gegen Ende des Mittelalters wurde ihre schmerzlindernde und krampflösende Wirkung entdeckt, weshalb sie während der Pestepidemien eine wichtige Rolle spielte. Ab dem 18. Jahrhundert geriet die Pestwurz in Vergessenheit, erst nach dem 2. Weltkrieg wurde die Pflanze intensiv erforscht.

Inhaltsstoffe  
Sesquiterpene, ätherische Öle, Schleimstoffe, Alkaloide

Wirkung  
Entkrampfend (spasmolytisch), daher Anwendung bei krampfartigen Schmerzen der ableitenden Harnwege; außerdem vorbeugend gegen Migräne

Verwendeter Pflanzenteil  
Wurzelstock (Rhizom)