Pfefferminze

(bot. Mentha piperita)

Pfefferminze

Vorkommen/Verbreitung  
Europa und Nordamerika

Beschreibung  
Pfefferminze gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae). Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 90 cm. An dem vierkantigen Stängel sitzen die eiförmigen bis lanzettlichen Blätter, die am Rand grob gezähnt sind. Die blassrosa bis lila Blüten, die so genannte Scheinähren bilden, wachsen in den Blattachseln. Pfefferminze ist ein Bastard aus verschiedenen Minzarten, daher kann sie sich nicht über Samen ausbreiten, sondern vermehrt sich über kriechende unterirdische Sprossausläufer.

Historie  
Minze fand sich schon in den Gräbern der Pharaonen, wenngleich die eigentliche Pfefferminze erst im 17. Jahrhundert aus verschiedenen Kreuzungen entstand. Ihre „Karriere““ als Heilpflanze begann ebenfalls zu dieser Zeit, in Deutschland begann man jedoch erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem Anbau der Pfefferminze.

Inhaltsstoffe  
Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide

Wirkung  
Krampflösend (spasmolytisch), blähungstreibend, erhöht die Gallensekretion; Anwendung bei krampfartigen Magen- und Darmbeschwerden, außerdem hat das Öl einen kühlenden Effekt und macht vermutlich Schmerzrezeptoren unempfindlicher. Daher wird Pfefferminzöl, auf die Schläfen aufgetragen, als Hausmittel gegen Kopfschmerzen eingesetzt. Wird das Öl inhaliert, kann es helfen, Schleim aus den Bronchien zu lösen und diesen besser abzutransportieren. Auch in der Segmenttherapie findet Pfefferminze Verwendung: bestimmte Hautareale werden mit einer Salbe aus ätherischem Öl (u.a. Pfefferminze) eingerieben und dadurch besser durchblutet. Gleichzeitig werden auch die mit diesen Hautarealen korrespondierenden inneren Organe besser durchblutet, so dass sich Spannungen und Verkrampfungen lösen können.

Verwendeter Pflanzenteil  
Blätter    

Besonderheiten
Pfefferminzöl sollte nie unverdünnt angewendet werden, weil es äußerlich angewendet zu Hautreizungen und innerlich angewendet zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Bei Kindern kann das im Öl enthaltene Menthol zur Atemnot führen, wenn es in die Nähe von Mund oder Nase gelangt. Pfefferminzöl sollte deshalb bei Kindern nicht auf die Brust aufgetragen werden. Auch an dem Öl riechen lassen sollte man Kinder nicht.