Purpurweide

(bot. Salix purpurea)

Purpurweide

Vorkommen/Verbreitung  
Mittel- und Südeuropa. Bevorzugt an feuchten Standorten.

Beschreibung  
Die Purpurweiden gehört zu den Weidengewächsen (Salicaceae). Der Strauch kann bis zu 6 m groß werden. Weiden sind zweihäusig, was bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen vorkommen. Typisch sind die gelben „Weidenkätzchen”, die wachsen, bevor die länglichen, zugespitzten Blätter erscheinen.

Historie  
Die Weidenrinde wurde bereits in der Antike als Mittel gegen Schmerzen und Fieber eingesetzt. Daher stammt auch der Name „Fieberrinde“, wie sie im Volksmund genannt wurde. Wichtigster Inhaltsstoff ist das Salicin. Nach der Synthetisierung von Salicylsäure, dem Wirkstoff von Aspirin®, galt die Verwendung von Weidenrinden-Gesamtextrakt als veraltet. Durch den Siegeszug der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden auf Salicingehalt standardisierte Extraktpräparate entwickelt und als pflanzliche Arzneimittel bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingesetzt.

Inhaltsstoffe  
Glykosid Salicin, Gerbstoffe, Gerbsäure

Wirkung  
Fiebersenkend, schmerzstillend, entzündungshemmend. Wirksam gegen rheumatische Beschwerden.

Verwendeter Pflanzenteil  
Rinde