Rosmarin

(bot. Rosmarinus officinalis)

Rosmarin

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich im Mittelmeerraum, als Kulturpflanze inzwischen u.a. auch in Deutschland

Beschreibung  
Rosmarin gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae). Der immergrüne Strauch kann eine Wuchshöhe von über 2 m erreichen. Die schmalen, lanzettlichen Blätter sind auf der Oberfläche glänzend und dunkelgrün, die Unterseite ist dagegen filzig behaart. Da sie sehr schmal sind, wirken sie nadelartig. Die kleinen, meist blauen, selten auch weißen oder rosafarbenen Blüten wachsen in Trauben in den Blattachseln.

Historie  
Rosmarin gilt als Symbol für Treue und Liebe. Im antiken Griechenland war das Kraut der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Früher hatten Hochzeitspaare häufig Rosmarin im Strauß, da er eine glückliche Ehe versprach. Auch bei Begräbnissen spielte Rosmarin eine Rolle, so wurden früher Rosmarinzweige auf den Sarg gelegt. Anwendung findet die Pflanze auch als Ersatz für Weihrauch, daher wird Rosmarin auch als „Weihrauchkraut“ bezeichnet. Als Heilpflanze wird Rosmarin dagegen erst seit dem 16. Jahrhundert verwendet. Er wurde gegen Gelbsucht verwendet, sowie zur Stärkung der Sinne und des Gedächtnisses empfohlen.

Inhaltsstoffe  
Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe

Wirkung  
Durchblutungsfördernd, kreislaufanregend und verdauungsfördernd; daher äußerlich angewendet wirksam bei Muskelverspannungen und Rückenschmerzen, innerlich eingenommen gegen Verdauungsbeschwerden.

Verwendeter Pflanzenteil  
Blätter