Rosskastanie

(bot. Aesculus hippocastanum)

Rosskastanie

Vorkommen/Verbreitung  
Ursprünglich aus Südosteuropa und dem Kaukasus, inzwischen als Kulturpflanze in fast ganz Europa.

Beschreibung  
Die Rosskastanie gehört zu den Rosskastaniengewächsen (Hippocastanaceae). Der Baum kann eine Höhe von bis zu 30 Meter erreichen. Die Blätter sind 5- bis 7-fach gefiedert und lang gestielt. Die weißen, gelblichen oder rosafarbenen Blüten sitzen in kegelförmigen Blütenständen zusammen. Aus ihnen entwickeln sich die Früchte, die aus einer runden, grünlichen Kapsel mit weichen Stacheln bestehen, in der sich der als Kastanie bekannte braune Samen befindet.

Historie  
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden Rosskastanien aufgrund ihrer schattenspendenden Eigenschaften in Deutschland eingeführt. Auch von Brauereien wurden die Bäume häufig als Schattenspender über Bierkeller gepflanzt, um das Bier kühl zu halten. Daher finden sich heute noch viele Kastanien in bayerischen Biergärten. Ebenfalls zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Aufzeichnungen über die medizinischen Wirkungen der Pflanze gemacht.

Inhaltsstoffe  
Saponine, Flavonoide, Zuckerverbindungen, Gerbstoffe, Cumarine, fettes Öl

Wirkung  
Gefäßabdichtend, entzündungshemmend (antiphlogistisch), venenstärkend; daher Anwendung bei Venenschwäche und Krampfadern

Verwendeter Pflanzenteil  
Samen