Thymian

(bot. Thymus vulgaris)

Thymian

Vorkommen/Verbreitung  
Westlicher Mittelmeerraum, ansonsten kultiviert.

Beschreibung  
Thymian gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae). Der aromatisch duftende Halbstrauch hat kurzstielige, elliptische Blätter mit eingerolltem Rand. Thymian wird bis zu 30 cm hoch und besitzt einen vierkantigen, behaarten Stängel. Auch die Blattunterseite ist behaart. Die 4–6 mm langen Blüten haben eine hellviolette Färbung und sind ährig oder köpfchenförmig in Quirlen angeordnet.

Historie  
Thymian wurde bereits in der griechischen Antike zur Behandlung von Atemwegserkrankungen genutzt. Die Ägypter verwendeten Thymian dagegen zur Einbalsamierung von Verstorbenen. Nördlich der Alpen ist er wahrscheinlich seit dem 11. Jahrhundert als Heilpflanze bekannt. Damals gab es vermutlich in England bereits größere Anpflanzungen zu medizinischen Zwecken. Das Thymol wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Thymianöl entdeckt.

Inhaltsstoffe  
Ätherisches Öl mit Thymol, Carvacrol, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine und Bitterstoffe

Wirkung  
Thymian besitzt eine sehr komplexe Wirkung. Er ist schleimlösend, auswurffördernd und krampflindernd (spasmolytisch) und wird häufig bei Erkältungskrankheiten wie Bronchitis eingesetzt. Außerdem hat die Pflanze antibakterielle, leicht desinfizierende Eigenschaften.

Verwendeter Pflanzenteil  
Von den Stängeln entfernte Blätter und Blüten.