das Rezept aus dem Auge

In allen Kulturkreisen der Erde gelten die Augen als wichtigstes Sinnesorgan. Durch sie nehmen wir Kontakt zur Umwelt und allen Lebewesen auf. Augen können Eindrücke aufnehmen und unsere Gefühle, Befindlichkeiten und Gedanken ausdrücken. Sie sind der Spiegel unserer Seele. Die Augen sind ein Teil des gesamten Organismus und es ist belegt, dass Wechselwirkungen zwischen Auge und Organsystemen bestehen.

Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Naturheilkundler, dass man bei genauer Betrachtung der Iris (Regenbogenhaut) Krankheitsbilder erkennen kann. Einer der Pioniere der Irisdiagnose war Heinrich Hense. Er fand heraus, dass man mit Hilfe der Irisdiagnose schon im Vorfeld Veranlagungen, Schwachpunkte und Tendenzen zu Krankheitsneigungen des Körpers oder einzelner Organe erkennen kann.

Es ist möglich, diese Schwachpunkte durch Änderung der Lebensgewohnheiten und durch die Einnahme bestimmter Komplex-homöopathika positiv zu beeinflussen. Hense entwickelte aus seinen Beobachtungen und den Erkenntnissen seiner zahlreichen Behandlungserfolge ein spezielles Therapiekonzept: das Heilsystem Truw.
Dieses Heilsystem wenden viele Heilpraktiker und Ärzte für Naturheilkunde erfolgreich an. Dabei wird zunächst einmal der Konstitutionstyp des Patienten anhand seiner Augen(Iris-)merkmale festgestellt. Die Konstitution ist die Summe aller ererbten Eigenschaften, Stärken und Schwächen des Körpers. Durch die Gabe des jeweiligen Konstitutionsmittels werden blutbildende und ausscheidende Organe zu vermehrter Tätigkeit angeregt. Dadurch wird der Normalzustand des Körpers wieder hergestellt. Nach Hense ist die Berücksichtigung der Konstitution die Basis einer erfolgreichen Behandlung. Ein Konstitutionsmittel sollte zum Beispiel einmal pro Jahr über einen Zeitraum von einem Monat eingenommen werden, als vorbeugende Umstimmung des Gesamtorganismus.

Der ausgebildete Irisdiagnostiker kann mit Hilfe einer Lupe oder eines Irismikroskops Organschwächen oder Krankheiten an kleinsten Farb- oder Strukturnuancen erkennen. Wird eine Krankheit festgestellt, so bekommt der Patient ein so genanntes Komplexhomöopathikum aus dem Heilsystem Truw als „Rezept aus dem Auge“. Das Besondere an den Komplexhomöopatika ist ihre Zusammensetzung. Für jedes Krankheitsbild werden mehrere Einzelsubstanzen in einer homöo-pathischen Verdünnung zu einem Komplexmittel (Compositum) zusammengefügt. Die Einzelmittel addieren sich in ihren Wirkungen und entfachen die Selbstheilungskräfte des Körpers.